Schülerinnen der Q1 (20/21) erkunden innerhalb des Projektkurses die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten von Algen im Bereich der „Bioökonomie“. 

Bioökonomie – Was ist das?

2050 werden voraussichtlich zehn Milliarden Menschen auf der Erde leben – 2,5 Milliarden mehr als heute. Wie kann es gelingen, sie künftig mit Nahrung, Energie und Rohstoffen zu versorgen? Die fossilen Ressourcen Erdöl, Gas und Kohle gelten als Sackgasse, da die Vorräte begrenzt sind und sie den Treibhauseffekt anheizen. Forschung, Politik und die Industrie bauen daher auf eine nachhaltige, biobasierte Kreislaufwirtschaft: die Bioökonomie. Diese setzt beispielsweise auf Pflanzen, Algen, Pilze, Bioabfälle und andere biobasierte Materialien als Rohstoffquellen der Zukunft.

Im Mittelpunkt des Projektkurses stehen Algen. Sie sind wahre Alleskönner. Sie düngen Böden anstelle von Mineraldünger, verbessern die Wasserqualität – etwa in Tagebauseen, dienen als Energieträger in Biogasanlagen oder als natürlicher Farbstoff in der Lebensmittel- und Textilindustrie. Die Schülerinnen des Projektkurses zur Bioökonomie werden von Wissenschaftlern des Jülicher Instituts für Pflanzenwissenschaften dabei unterstützt, biobasierte Ideen in die Praxis umsetzen. Es ist dabei durchaus denkbar, dass vielversprechende Ansätze eine echte Chance haben, in der realen Wirtschaft Anwendung zu finden. Ziel des Projektkurses ist es, die Jugendlichen für die Wissenschaft zu begeistern und für konkrete Fragestellungen zu sensibilisieren, die der Strukturwandel in der Region mit sich bringt. Schließlich betrifft dieser vor allem die junge Generation und es ist von großer Bedeutung den Strukturwandel im Rheinischen Braunkohlerevier nachhaltig zu gestalten. 

Der Projektkurs Bioökonomie ist eine Kooperation der Initiative BioökonomieREVIER Rheinland am Institut für Pflanzenwissenschaften und des Schülerlabors JuLab des Forschungszentrums in Jülich. Er ist Teil des Projektes „Jugend gestaltet den Strukturwandel“ des zdi-Zentrums ANTalive, das sich für die Förderung des naturwissenschaftlichen und technischen Nachwuchses engagiert. Das Projekt wird im Rahmen des Bundesmodellvorhabens „Unternehmen Revier“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. 

Algenpark IBG-2

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